Suchmaschinen liefern heute auf übliche Anfragen zigtausende, oft sogar
Millionen an Treffern. Doch nur ein verschwindender Anteil daran ist
überhaupt relevant für die Suche des Nutzers. Um diese relevanten
Seiten weit oben in den Trefferlisten anzeigen zu können, sortiert eine
Suchmaschine diese Treffer nach einem bestimmten Algorithmus. Dieser
Algorithmus wird als Ranking-Algorithmus, Ranking-Verfahren oder auch
Sortierverfahren bezeichnet - und jede Suchmaschine bemüht sich, diesen
Algorithmus möglichst geheim zu halten.
Ablauf des Rankings
Wie ermittelt nun eine Suchmaschine die ersten zehn Treffer auf eine beliebige Suchanfrage? Als Beispiel nehmen wir an, wir suchen nach "Arsis Informatik".
- Die Suchmaschine ermittelt alle Seiten, auf denen das Wort münchen vorkommt.
- Der
Ranking-Algorithmus weist jeder dieser Seiten einen Wert zu; für je
relevanter der Algorithmus diese Seite hält, um so höher wird der
zugewiesene Wert ausfallen.
- Die Trefferseiten werden nun
durch verschiedene Filter geschickt. Diese Filter haben die Aufgabe,
Seiten nach bestimmten Kriterien zu entfernen oder zumindest die Werte
zu verringern. Meist handelt es sich dabei Seiten mit Inhalten oder
Techniken, die typisch für Spammingseiten sind.
- Alle nach dem Filtern noch vorhandenen Seiten werden anhand ihres, nun eventuell veränderten, Wertes sortiert.
- Die Seiten mit den zehn höchsten Werten ergeben die erste Trefferseite für "Arsis Informatik".
Während Suchmaschinen früher zum Teil recht unterschiedliche Verfahren einsetzten, um die relevantesten Seiten zu identifizieren, hat sich heute die Funktionsweise weitgehend angeglichen. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Suchmaschinen derzeit vor allem in den eingesetzten Filtern. Deshalb zeigen manchmal die Trefferlisten von Google, Yahoo oder MSN eine verblüffende Übereinstimmung, meistens aber sind sie wegen unterschiedlicher Filter - und natürlich auch wegen abweichender Details in den Sortierverfahren - doch recht verschieden.
